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Mein Hund ist ständig unruhig - warum Frust und Langeweile wichtige Fähigkeiten sind

Viele Hunde wirken im Alltag ständig angespannt. 

Sie laufen unruhig durch die Wohnung, fiepen oder können auf dem Spaziergang kaum ein paar Minuten still sitzen.

 

Für viele Menschen fühlt sich das an, als wäre ihr Hund dauerhaft "unter Strom".

 

Die naheliegende  Idee ist dann oft:

Der Hund braucht mehr Beschäftigung.

 

Doch häufig liegt die Ursache nicht in zu wenig Aktivität - sondern darin, dass dem Hund eine wichtige Fähigkeit fehlt:

 

Der Umgang mit Frust und Langeweile und den Gefühlen die damit einhergehen.

 

Wenn Hunde Schwierigkeiten haben zur Ruhe zu kommen, lohnt sich oft auch ein Blick auf den gemeinsamen Alltag.

 

Wenn du dir Unterstützung wünschst, vereinbare gerne ein Einzeltraining.


Frustration gehört zum Leben

Im Zusammenleben mit Menschen erleben Hunde immer wieder Situationen, in denen Wünsche nicht sofort erfüllt werden.

 

Zum Beispiel:

  • der Hund möchte raus, aber es passt gerade nicht
  • er möchte Aufmerksamkeit, doch der Mensch arbeitet
  • er muss kurz warten, während der Mensch "wichtige Dinge" tut
  • er sieht auf der anderen Straßenseite einen Artgenossen, kann aber nicht hin

Für viele Hunde sind solche Situationen zunächst schwer auszuhalten.

 

Frustration ist jedoch keine Störung, sondern ein ganz normaler Teil des Lebens.

 

Was Hunde allerdings lernen müssen, ist wie sie mit diesem Gefühl umgehen können.


Frustrationstoleranz ist eine wichtige Fähigkeit

Hunde, die gelernt haben mit Frust umzugehen, können besser:

  • warten
  • sich zurücknehmen
  • Situationen nicht nur aushalten, sondern meistern
  • ihre Erregung regulieren

Diese Fähigkeit nennt man Frustrationstoleranz.

 

Sie entsteht nicht von allein, sondern entwickelt sich durch Erfahrung im Alltag.


Langeweile ist nicht automatisch schlecht

Viele Hundehalter haben Sorge, dass ihr Hund sich langweilen könnte.

 

Doch Ruhephasen und Momente ohne Beschäftigung sind wichtig.

 

In solchen Situationen lernt der Hund:

  • sich selbst zu regulieren
  • Erwartungen loszulassen
  • zur Ruhe zu kommen

Wenn Hunde hingegen ständig beschäftigt werden oder ständig im Fokus des Menschen sind, kann genau das Gegenteil entstehen:

Der Hund erwartet immer neue Reize, bellt, fiept, stubst den Menschen an und hat Schwierigkeiten, selbst zur Ruhe zu finden.


Wie Hunde Ruhe lernen

Ruhe entsteht nicht durch ein Kommando und auch nicht durch "Deckentraining", sondern durch Erfahrung im Alltag. Im Junghundkurs ist dieser Punkt ein wichtiger Lerninhalt für die jungen Hunde.

 

Hilfreich kann zum Beispiel sein:

  • klare Aktivität- und Ruhephasen
  • nicht jede Forderung des Hundes sofort zu beantworten
  • ruhiges Verhalten bewusst wahrzunehmen

Viele Hunde müssen erst lernen, dass Nichtstun ebenfalls Teil des Lebens ist.


Fazit

Ein unruhiger Hund braucht nicht mehr Beschäftigung.

 

Oft braucht er vielmehr die Möglichkeit zu lernen, mit Frust und Langeweile umzugehen. Mehr dazu findet du im Artikel über das Häusliche Programm.

 

Wenn Hunde diese Fähigkeit entwickeln, entsteht im Alltag häufig etwas, das sich viele Menschen wünschen:

 

Verbindung und mehr Gelassenheit sowie mehr Ruhe im Zusammenleben.


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